Schreiben extrem // Tag 7

Tag 7

Zurück in der Wildnis!

Ich beneide Menschen, die einfach ihre drei Sachen packen und losziehen können. So wie bei Into the Wild oder The Beach …

Ich bin da anders. Volle drei Stunden hat es gebraucht, alle Kabel, Akkus, Habseligkeiten, Klamotten, Schuhe und Lebensmittel zusammenzuwürfeln und ins Auto zu befördern. Dabei trage ich von meinen 1000 Kleidungsstücken am Ende eh immer nur das eine, weite Tank Top und Shorts oder nen Bikini … Wozu also der ganze Aufwand? Man weiß es nicht.

Und weil ich meinen Koffer in der Wildnis zurückgelassen habe, musste ich meinen Kram notgedrungen eben in verfügbare Tüten und Taschen stopfen. Meine Nachbarn halten mich jetzt sicher für einen Messi!

Jedenfalls bin ich heile angekommen und schalte nun erneut aus dem Zivilisations- in den Einödenmodus. Großmutter Newman schneidet heute die Hecken und ich habe mir die Überarbeitung des großen Finales im dritten Teil der NACHTSONNE Chroniken vorgenommen.

Die letzten Tage in der heimischen, Käfer- und Spinnenfreien Wohnung habe ich zur Vorbereitung einer kleinen Preisaktion (näheres dazu findet ihr in einem anderen Blog-Artikel, welcher morgen erscheint) und zur Recherche für mein neues Buch genutzt.

Ich bin also bereit auch dort ein paar Zeilen zu schreiben und weiß nun, dass die Hierarchie beim FBI in 8 Ränge unterteilt ist. Außerdem sprühen sich diese werten Herren, während ihrer Ausbildung, gegenseitig Pfefferspray ins Gesicht, um unter möglichst realistischen Voraussetzungen Festnahmen “üben” zu können … Tja … Klingt fast so schlimm, wie meine Ausbildung zur Mediengestalterin, damals.

Da ich heute relativ spät hier eingetrudelt bin, gibt es keine sonderlich spannenden Naturphänomene, wie Eichhörnchen oder Tauben zu beschreiben aber ich vermelde super Wetter und kaum Heuschnupfen 😀

Es stellte sich übrigens heraus, dass Heckenschneiden zwangsläufig auch abgeschnittene Heckenreste wegräumen bedeutet. Und Hecke ist auch nicht gleich Hecke. Eins von den Gewächsen hatte Dornen. Autsch …

Und während wir so schnitten, kam ein netter Mann vorbei, auf der Suche nach dem Grundstück seines Bekannten. Hierbei stellte sich heraus, dass es in der Wildnis keine Namensschilder gibt. Der Arme Mensch irrte also eine Zeit lang umher und ward dann nicht mehr gesehen.

Als ich mich beim aufsammeln der Heckenreste total verausgabt hatte, kamen die verhassten Bremsen wieder auf den Plan und jagten mich über die Wiese. Mir blieb nichts weiter übrig, als mich mit dem Gartenschlauch abzuspritzen und diese Wunderwaffe dann auch Terminator-mäßig gegen die Biester einzusetzen. Ein paar konnte ich erwischen.

Und auch meine Schreibwut bekam gegen Ende des Tages einen satten Dämpfer, als Teil 1 der NACHTSONNE auf Amazon eine giftige drei Sterne Bewertung erhielt … Schluchz. Wie soll man da in Schreiblaune kommen??

Lange bleibe ich dieses Mal leider auch nicht. Maximal vier Tage, dann geht’s zurück. Allerdings wieder nur kurz. Ich knüpfe also hiermit an den letzten Artikel von Tag 6 an und setze die Reihe, trotz Unterbrechungen, einfach mal fort.

Achso. Noch ein Wort zum Lesestatus, denn neben dem Schreiben soll ja auch das Lesen hier nicht zu kurz kommen.

Ich habe in den sechs Tagen bereits zwei Bücher beendet und peile gerade ganz stark das Ende des nächsten Werkes an. Dabei handelt es sich um “Landsby” von Christine Millman. Bisher sehr schön zu lesen und wieder einmal ein interessanter Ansatz in Sachen Dystopie. Nur hin und wieder habe ich Probleme mit der Protagonistin, was aber völlig in Ordnung ist, da man nicht erwarten kann, dass die Mädels in Büchern immer genauso ticken wie man selber 😉

Damit wären wir bei den Natur Pro- und Contrapunkten.

Positiv heute:

  1. Bombenwetter
  2. ergo: leichte Bräune zeichnet sich ab 😀

Negativ

  1. Stachelige Hecken
  2. Stromversorgung!!!

Gruß und Kuss,
Laura aus dem Exil 😀

 

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Lust auf mehr?

Hier geht es zur kompletten Artikelserie “Schreiben extrem 2014”!

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