Ein Finale zum Jahresbeginn

Schreiben im Hotel

2017 sind meine Bücher, und alles, was damit zu tun hat, deutlich zu kurz gekommen. Das soll sich in diesem Jahr ändern!

Noch im November habe ich mir ein Hotelzimmer im Norden Deutschlands gebucht. Im Januar soll hier endlich das aktuelle Manuskript final überarbeitet werden, damit es zeitnah an die Testleser gehen kann. Ich hoffe, dass alles so läuft, wie ich es mir vorstelle. Ein gelungener Abschluss wäre wirklich der perfekte Start ins neue Jahr und eine großartige Motivation für kommende Projekte.

Einige werden sich jetzt vielleicht fragen, warum dazu ein Hotel nötig ist. Ich bin selbst immer wieder erstaunt darüber, doch es ist eine unumstößliche Tatsache, dass ich daheim nicht an meinen Texten arbeiten kann. Denn Daheim ist gleich “im Büro”. So sehr ich mich auch bemühe, ich finde dort keine Ruhe und schon gar nicht den nötigen Abstand, um zu schreiben. Entweder rasseln die Kundenmails im Hintergrund rein, oder die Wohnung schreit danach, endlich wieder geputzt zu werden. Neben der Tastatur türmen sich Notizzettelberge, mit Dingen, die dringend noch erledigt werden müssen … Ich bekomme den Kopf einfach nicht frei. Und leider ist das nun mal die ultimative Voraussetzung, um zu schreiben.

Es muss eigentlich auch gar kein Hotel sein. In der Regel fahre ich raus aufs Land. In meine geliebte “Wildnis”. Doch das ist im Januar leider nicht möglich, also muss eine Alternative her. In der Vergangenheit hat sich eine Mischung aus Wellness und Abgelegenheit bewährt. Ein kleines, kuscheliges Hotel. Gutes Frühstück. Ein Dampfbad, falls mal die Schreibblockade droht. Das funktioniert tadellos.

Da diese Art Etablissements jedoch in der Regel auf romantische Pärchenurlaube ausgerichtet sind, kann es passieren, dass man schon beim Check-in schief angeguckt wird. Auch sieht man sich mindestens einmal am Tag mit der Frage “nur für eine Person?” konfrontiert. Man fragt nach einem Bademantel und erhält zwei. Vom reservierten Tisch im Restaurant wird eilig noch das zweite Gedeck entfernt, wenn die mit Notizbuch und Laptop bewaffnete Autorin zum Abendessen erscheint. Was soll’s! Irgendwie ist es ja auch lustig.

Auch mein diesjähriges Hotel-Schreibabenteuer wurde wieder von Erfolg gekröhnt. Ich habe mein Pensum geschafft! Mit nun knapp über 90.000 Wörtern ist das Manuskript bereit für die Testleser. Nun stellt sich nur noch eine Frage: Bin ich es auch?

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