Schreiben extrem // Tag 3

Schreiben Tag 3

Allmählich gewöhne ich mich an das monotone Röhren der Rasenmäher und bin sogar ein wenig verstört, wenn plötzlich außer den Vögelchen nichts mehr zu hören ist!

Mein Tag begann heute kommunikativ.
Ein netter Mann kam vorbei und reparierte eine lose Latte am Schuppen. Als ein alter Freund der Familie schätze ich an diesem Mann nicht nur seine handwerklichen Fähigkeiten, sondern besonders den hanseatischen Akzent.
Somit startete ich mit einer Tasse Kaffee und einer interessanten Unterhaltung über den Norddeutschen Lloyd.

Danach kam wieder die gefürchete Gartenschlauchdusche. Inzwischen bin ich gewappnet und habe mir eine Inuit-mäßige Ausdauer in Sachen kaltes Wasser angeeignet.

Mangels einsatzbereitem Equipment (sämtliche Geräte zogen sich im Schneckentempo ihren Strom aus der Solarversorgung) beschloss ich zunächst mein erstes Sonnenbad in diesem Jahr zu nehmen. Dabei stellte ich frustriert fest, dass meine Bikinifigur auch dieses Jahr keine Anstalten macht, sich meinem Sonnenrythmus anzupassen. Vermutlich liegt es daran, dass ich seit vier Wochen nur noch Mist esse 😀

Gegen Mittag habe ich mir eine Folge Terminator S.C.C. und aufgewärmtes Essen vom Vortag gegönnt. Geht mit Gas schneller als in der Mikrowelle. Ein klarer Pluspunkt für das Leben in der Natur!

Und dann war das Haus dran! Ich habe solange gepinselt, bis ich meine rechte Hand kaum noch bewegen konnte und dann folgte unweigerlich die nächste Gartendusche. Irgendwie habe ich es geschafft, mehr Farbe auf mir, als an den Wänden meiner Behausung zu verteilen!!!

Zum Abendessen erwählte ich ein Gericht, welches ich zu Zeiten der Einzimmerwohnung beinahe täglich gegessen habe, später dann aber aus vielerlei Gründen verschmähte.
Das gute, alte Miracoli! … Fredericooooooooooo! 😉

Und dann geht es endlich an die Arbeit! Ich nähere mich dem Punkt, an welchem ich das fast fertige Buch (dank Einsiedlerleben über tausend Umwege) auf meinen Kindle schicken und zum ersten Mal an einem Stück lesen darf. Wie aufregend!

Aber zunächst muss noch ein Kapitel geschrieben werden. Sonst wäre diese Maßnahme verfrüht!

 Schreiben am Abend

Unterwegs gehen mir die Namen aus. Nach langem Hin und Her entscheide ich mich für Paul und Mick. Hauptsache ohne “J” am Anfang, denn ich neige zu diesem Buchstaben.

Frage an meine Leser: Ist euch aufgefallen, dass meine männlichen Hauptdarsteller alle einen “J”-Namen haben? 😉 Das ist kein Zufall. Vermutlich findet dieses Verhalten seinen Ursprung in einer tiefverankerten Psychose. Wer weiß das schon?

Auch trägt die neuantrainierte Panik, dass die Akkus leergehen könnten nicht gerade zum kreativen Prozess bei. Trotzdem schlage ich mich ganz gut und beende diesen Tag mit drei Kapiteln meines derzeitigen Kindle Buchs “Open Minds”.

Und nun erneut Dinge, die ich hier draußen mag/nicht mag:

Positiv

  1. Wenn die Sonne ihre letzten, warmen Strahlen durch die uralten Baumkronen schickt
  2. Himbeeren selber pflücken

Negativ

  1. Die Tage vergehen viel schneller als in der Stadt
  2. Man verpasst die Deutschlandspiele 😉

 

 

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Lust auf mehr?

Hier geht es zur kompletten Artikelserie “Schreiben extrem 2014”!

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